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Tiere

Meine Mama hat einmal gesagt: Ein wahrer Tierfreund hält sich keine Haustiere!

Natürlich habe ich das damals nicht verstanden, als ich unbedingt einen Hamster haben wollte. Und vielleicht hat sie das auch nur gesagt, weil sie befürchtete, dass am Ende sie den Hamsterkäfig ausmisten muss 😉 Wie auch immer, sie hatte vollkommen recht!

Haustiere

Als ich mir vor mittlerweile 11 Jahren meinen Kindheitstraum vom eigenen Hund erfüllt habe, habe ich mich für einen Welpen entschieden. Jetzt würde ich es anders machen. Es leben zu viele Hunde in Tierheimen die, wie jedes andere Tier auch, ein Recht auf Leben haben. In Bezug auf all die süßen Wollknäuel sind sich eigentlich alle Menschen einig. Ich kenne niemanden der je freudestrahlend von einem Besuch aus einem Tierheim zurückgekommen ist, außer er hat soeben ein Tierleben gerettet.

Ich möchte damit nicht sagen, dass Tierheime in Österreich nicht ihr bestmögliches tun würden, ganz im Gegenteil. Leider sind Tierheime auf Spenden angewiesen und können sich daher auch nur nach der Decke strecken und dementsprechend Personal und Ressourcen zur Verfügung stellen. Trotzdem sind gerade Hunde schon so sehr an das Zusammenleben mit Menschen gewöhnt, dass man es ihnen ansieht wie elend sie sich fühlen, fast den ganzen Tag alleine auf 10 qm verbringen zu müssen. Genug zu fressen und zu trinken reicht eben auch einem Hund nicht…

Um das vorweg zu nehmen, ich bin natürlich nicht als Veganerin geboren worden…

Ich habe jahrelang Fleisch und Eier gegessen, Milch getrunken und Leder getragen.

Ich habe mir bis auf ein paar Jahre in denen ich mich vegetarisch ernährt habe, nie

wirklich Gedanken darüber gemacht was ich esse, trinke oder trage.

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Tiere ich schon am Gewissen habe. Es reicht mir ehrlich gesagt zu wissen, dass ich es habe. Ich werde hier auch keine Fotos oder Videos von irgendwelchen Grausamkeiten zeigen – ich kann sie selber nicht mehr sehen… Mir kommen die Tränen.

Wer sich trotzdem davon überzeugen will, kann das hier oder hier tun.

 

Das Recht zu töten…

Es sollte eigentlich reichen sich über manche Dinge Gedanken zu machen. Ist es wirklich notwendig, dass ein Lebewesen für den eigenen „Genuss“ sterben muss? Warum habe die Menschen das Recht andere Lebewesen zu quälen? Nur weil wir es können?

Ich finde das ist kein ausreichender Grund. Ich denke die Mehrheit der Menschen kann es gar nicht. Oder könntest du dir vorstellen einem Rind die Kehle aufzuschlitzen oder einem Huhn den Hals umzudrehen? Es ausbluten zu lassen und danach zu zerstückeln?

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Ich kann mich noch gut an die unzähligen Facebook-Posts erinnern, die gegen die Tötung der Straßenhunde in Rumänien aufmerksam machen sollten. Die ganze Community war entsetzt – und hat während sie ihr Hühnercurry zu Abend gegessen hat, fleißig ungläubige und schimpfende Kommentare zu dieser Tierquälerei, unter den Bildern hinterlassen.

Ist das nicht irgendwie Heuchelei?

Wegschauen hilft!

PETA hat im letzten Jahr, im Zuge von Demos in Fußgängerzonen, das ganze gut auf den Punkt gebracht. Ein Rinderkopf – blutverschmiert auf einem weiß gedeckten Tisch, an dem Tisch saßen drei Aktivisten – einer der sich die Augen zuhält, einer der sich die Ohren zuhält und einer der sich den Mund zuhält.

AUGEN ZU, OHREN ZU, MUND ZU – nichts sehen wollen, nichts hören wollen, nicht darüber reden wollen.

Rein damit – Hauptsache es schmeckt!

Ich lege allen nahe einmal Fleisch roh zu essen, oder Milch direkt nach dem Melken zu trinken.
Rohes Fleisch schmeckt nicht. Würde aber auch niemand auf die Idee kommen, oder?

Viele Menschen empfinden sogar einen gewissen Ekel vor rohem Fleisch. Und der ist in Wahrheit natürlich. Denn Fleisch schaut weder appetitlich aus, noch riecht es gut. Eine saftige rote Erdbeere oder eine Hand voll knackiger Johannisbeeren laden regelrecht zum essen ein. Von einem rohen Schweinefilet abzubeißen wäre aber auch irgendwie seltsam…
Und was die Milch angeht – die schmeckt gleich nach dem Melken nicht so wie aus dem Tetra Pack! Ich kann mich noch gut an die Sommerferien bei meiner Tante am Land erinnern. Dort gab es echt noch den „Milchmann“ der jeden Tag in der Früh die frische Milch vor die Tür stellte. Ich musste in dieser Zeit immer einen starken Entzug von meinem Morgen-Kakao erleiden.

Diese Milch ist einfach nicht trinkbar… Schmeckt nach Gras, Kuhmist und ist so fettig, dass sich nach kürzester Zeit diese blöde Haut am Kakao bildet…

 

Die Bio-Sache

Alle reden von Bio. Aber keiner überlegt sich wirklich, was man sich von Bio erwarten soll. Artgerechte Haltung, keine Genmanipulation, keine Hormon- und Antibiotikabehandlung der Tiere?
Artgerechte Haltung ist sowieso nicht möglich. Artgerecht würde nämlich auch bedeuten, dass die Tiere bis zu ihrem Tod in Freiheit leben dürften, dass sie nicht zur Fortpflanzung gezwungen werden und dass ihnen nicht ihre Kinder weggenommen werden.

Genmanipulation betrifft ja hauptsächlich das Obst und Gemüse – überraschenderweise sind die Menschen in Bezug auf Grünzeug besser informiert – vielleicht liegt es ja auch an der höheren Transparenz der Behörden diesbezüglich?

Zum Thema Antibiotikabehandlung der Nutztier: Warum müssen Tiere denn überhaupt mit Antibiotika behandelt werden? Es ist das U-Bahn Phänomen…

Wenn man regelmäßig mit der U-Bahn fährt kennt man solche Situationen sicher: Jemand hustet, jemand niest, schnäuzt sich und hat keine Möglichkeit danach seine Hände zu desinfizieren – greift alles an und die Bakterien setzen sich überall ab und bleiben dort bis der nächste hin greift und die Bakterien mitnimmt.

Wenn es schon in einem halbwegs hygienischen Milieu zu einer solch schnellen Verbreitung von Erregern kommt wie schnell geht das wohl in einem weniger bis gar nicht hygienischem Milieu?

Nutztiere müssen heutzutage mit Antibiotika behandelt werden, sonst würden sie alle an den Erkrankungen sterben – und das wäre umprofitabel für die Wirtschaft. Wer sich schon einmal angesehen hat wie Hühner – auch in Boden oder dieser Schein-Freilandhaltung leben, weiß, dass diese Hühner in ihrem eigenen Kot herumlaufen. Sich aufgrund von Platzmangel gegenseitig attackieren und in Folge dessen offene Wunden haben, die ein nur allzu perfekten Angriffspunkt für Erreger darstellen. Es ist unmöglich Nutztiere ohne einer Behandlung mit Antibiotika zu halten.

Die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) hat diesbezüglich 2011 folgende Meldung gemacht:

 „Wo stehen wir heute? – Antibiotika in der Nutztierhaltung und mögliche Konsequenzen“
 
Zwischen dem Einsatz von Antibiotika und der Prävalenz antimikrobieller Resistenzen lässt sich ein Zusammenhang belegen. Je häufiger Antibiotika einer bestimmten Stoffgruppe bei Mensch oder Tier eingesetzt werden, desto häufiger finden sich später bakterielle Krankheitserreger, die gegen diese Substanz unempfindlich sind. Die Resistenz gegen antimikrobielle Mittel stellt eine Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung dar, kann eine längere Erkrankungsdauer für die Patienten zur Folge haben, führt zu höheren Gesundheitskosten und hat wirtschaftliche Auswirkungen für die Gesellschaft.“
 
„Antibiotikaverbrauch im Vergleich
 
In Österreich werden in der Humanmedizin im niedergelassenen Bereich pro Jahr zirka 45 Tonnen Antibiotika eingesetzt. Dies entspricht bei einer Bevölkerung von 8,3 Millionen Einwohnern jährlich 9.997.350 Antibiotikapackungen. In der Veterinärmedizin werden pro Jahr zirka 60 Tonnen Antibiotika verkauft. Dem gegenüber stehen die etwa 5,6 Millionen Großtiere (2 Millionen Rinder, 3,1 Millionen Schweine, 415.000 Schafe und 89.000 Ziegen) und die jährlich produzierten 5,7 Millionen Legehennen und 60 Millionen Masthühner (Veterinärjahresbericht 2010, Qualitätsgeflügelvereinigung).“

„Von 83 Hühnerfleischproben wiesen bei einer zufälligen

Kontrolle 36,6 % der Proben Antibiotikaresistenz – bildendene

Bakterien auf.“

Zum Thema Hormone: Die Verabreichung von anabolen Steroiden ist in der österreichischen Masttierhaltung und Zucht verboten. Gut das heißt solange nur österreichisches Fleisch gegessen wird sind wir doch gut beraten, oder?

Tja ich stelle euch jetzt drei erlaubte Wirkstoffe vor, die in der österreichischen Masttierhaltung verwendet werden – bildet euch selbst ein Urteil:

CLENBUTEROL
Clenbuterol besitzt es eine zuverlässige tokolytische (wehenhemmende) Wirkung, die in der Tiermedizin ausgenutzt wird. Obwohl Clenbuterol nicht zur Gruppe der anabolen Steroide gehört, wird eine anabole Wirkung auf die quergestreifte Muskulatur diskutiert. Auch prominente Sportler wie die ehemalige Leichtathletin Katrin Krabbe, der Gewinner der Tour de France 2010 und des Giro d’Italia 2011 Alberto Contador und die ehemaligen Radrennfahrer Dschamolidin Abduschaparov und Frank Vandenbroucke benutzten Clenbuterol zur Leistungssteigerung, ebenso der Bodybuilder Andreas Münzer.

BETAMETHASON
Betamethason ist ein synthetisches Glucocorticoid, das als Arzneistoff verwendet wird. Die Substanz aus der Gruppe der Steroidhormone wirkt entzündungshemmend, antiallergisch und immunsuppressiv.

DEXAMETHASON
Dexamethason (9-Fluor-16α-methylprednisolon), ist ein künstliches Glucocorticoid, welches entzündungshemmend und dämpfend auf das Immunsystem wirkt. Es gehört zu den langwirkenden Glukokortikoiden, wirkt rund 25mal stärker als die körpereigenen Produkte.

Zur Information: Glucocorticoide (auch Glukokortikoide) zählen zu den Corticosteroiden, einer Klasse von Steroidhormonen aus der Nebennierenrinde.

Übrigens…

Nur weil „österreichisches Fleisch“ draufsteht bedeutet das nicht, dass dieses Fleisch nicht auch schon einen langen Weg hinter sich hat… Die Tiere werden zwar in Österreich geboren – aufgezogen und gemästet aber im Ausland.

Die Masse an nicht – österreichischem billig – Fleisch kommt wo weiß woher… Vielleicht aus Rumänien? Dort weiß man ja recht viel über Massenhinrichtungen von Tieren…

Die „strengen“ Bedingungen für Aufzucht, Mast und Schlachtung die in Österreich vorherrschen sind für den Import von Fleisch nach Österreich uninteressant! Wer übrigens Lust hat, kann sich selber mal, hier, ein Bild über die „strengen“ Schlachtbedingungen in Österreich machen.

Was sonst so los ist...

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