Content Creator. Be a resource. Not a sales pitch!

by Sabrina

Blogger, Influencer oder Content Creator? Mittlerweile gibt es allseits bekannte Bezeichnungen für das was die Leute auf Instagram machen. Das Kind hat einen Namen. Aber was ist der Unterschied? Gibt es überhaupt einen Unterschied?? 

Blogger, Influencer, Content Creator?

Was macht den Unterschied aus? Ich habe absolut KEINE Ahnung… *haha* Es gibt zwar ein paar Versuche diese Begriffe zu unterscheiden, aber wirklich aufschlussreich ist das ganze nicht…

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich die Bezeichnung „Content Creator“ noch am positivsten finde. Content Creator hat noch etwas „Freies“ – Blogger und Influencer lösen bei mir meistens schon Assoziationen mit Geld und Werbung aus… Eigentlich möchte ich aber in diesem Blogpost nicht schon wieder dieses Thema aufgreifen – es gibt ja schon genug „Blogger“ / „Influencer“ die andauernd über solche Sachen schreiben und sich über die sinkende Interaktion mit ihren Follower beschweren und so weiter… Ich kann das natürlich auch verstehen. Wenn man seinen Lebensunterhalt damit verdient, dann hängt ja auch viel daran. Dieser Blogpost soll deshalb keinesfalls irgendjemanden kritisieren! Ich bewundere viele große Blogger und Influencer da draußen für ihre tolle Arbeit. Es gibt auch einige bei denen ich nicht mal merke, dass sie Werbung machen weil sie es so gut verpacken, weil die Bilder authentisch sind und der Content stimmt.

Verdienst du eigentlich was?

Das ist eine der Fragen die ich sehr oft gestellt bekomme (gleich nach „Was arbeitest du eigentlich?“). Ja ich verdiene mir auch etwas mit dem Bloggen bzw. mit Posts auf IG dazu, aber es ist um einiges weniger als noch vor einem Jahr. Warum? Weil ich keine Lust mehr habe *haha* – also nicht dass ich keine Lust hätte Geld zu verdienen… ich lehne schlichtweg 99% der Kooperationsanfragen ab, vor allem deshalb weil sie einfach nicht mehr zu mir passen. Zu Beginn hat es mich einiges an Überwindung gekostet Kooperationen abzulehnen. Es ist ja eine große Ehre wenn man von Firmen gefragt wird ob man mit ihnen zusammenarbeiten möchte. Aber ich kann es einfach nicht. Ich kann mich nicht als Werbeplattform verkaufen. So bin ich nicht. Das eine Prozent das ich nicht ablehne mache ich aber dafür wirklich gerne.

Klar, natürlich würde ich gerne davon leben können. Dafür bezahlt zu werden Fotos zu machen – was gibt es Schöneres? Aber ich kann es nicht um jeden Preis.

Ba a resource.

So wirklich weiß ich zwar immer noch nicht was ich eigentlich auf IG mache, aber ich weiß zumindest was ich nicht machen will. Manchmal sitze ich da und denk mir „Schmeiß doch deine Prinzipien über Bord… du könntest sooooo coole Kooperationen machen…“ aber im nächsten Moment wird dieser Gedanke wieder verworfen. Ich bin sicher kein Vorbild und würde das auch NIEMALS von mir behaupten. Aber ich weiß, dass viele Menschen meine Bilder sehen – auch wenn ich sicher kein großer IG Account bin liegt meine Reichweite trotzdem zwischen 4.000 und 10.000 Impressionen pro Bild. Das ist nicht wenig. Man muss sich das mal vorstellen…. manchmal sehen 10.000 Menschen mein Bild. Für mich persönlich ergibt sich da ganz selbstverständlich eine gewisse Verantwortung. Mir ist schon klar dass nicht 10.000 Menschen dies oder jenes Produkt kaufen nur weil sie es auf einem meiner Bilder sehen. Aber wenn ich dieses Produkt nicht zu 100% gut finde, will ich auch nicht, dass es auch nur eine Person aufgrund meiner Verlinkung kauft.

Vorbildfunktion

Die Welt braucht eine Veränderung. Weg von der Wegwerfgesellschaft, weg von unfairen Arbeitsbedingungen, hin zu fairen und nachhaltigen Wegen. Da wären wir wieder bei der Vorbildsache… ich bin sicher kein Vorbild was Nachhaltigkeit betrifft, aber ich bin die Letzte die Werbung für das Gegenteil machen möchte. Natürlich kaufe und benutze ich auch Dinge die alles andere als nachhaltig oder fair sind – aber ich bin mir im Klaren darüber und versuche daran zu arbeiten. Beispielsweise haben wir letztes Jahr von einer Kaffeekapsel Maschine auf eine herkömmlichen Espressomaschine umgestellt (sowas wo man gemahlenen Kaffee einspannen muss 😉 ). Ja klar, Nespresso ist viel fancier und die Kapseln kommen in super coolen Geschmacksrichtungen und Designs und JA Nespresso betreibt upcycling aber wieso muss man etwas upcyceln das man erst gar nicht hätte produzieren müssen?

Ich finde auch Marken wie Brandy Melville oder Onlineshops wie ASOS super cool, sie vermitteln eben so nen speziellen Lifestyle… ihr wisst schon was ich meine 😉 – trotzdem habe ich dort noch nie eingekauft und werde es auch nicht tun… Früher hätte ich mich sofort draufgestürtzt und geshoppt was das Zeug hält. Heute weiß ich, dass ich die Welt dadurch nicht besser mache.

Natürlich… auch da denke ich mir manchmal „Aaahhhh wie gern hätte ich dieses T-shirt oder dieses Kleid…“ und auch wenn ich weiß, dass es vielleicht nur einen Impact im Nanobereich hat wenn ich dieses oder jenes Kleidungsstück kaufe, weiß ich auch, dass ich als Konsument ein Zeichen setze. Und ebenso setze ich ein Zeichen wenn ich mich mit einem T-shirt von Brandy Melville auf meinen IG-Bildern zeige. Es macht eben doch einen Unterschied wenn ich statt einer Brandy Melville-Verlinkung vielleicht eine willhaben-Verlinkung setze.

You will never influence the world by being just like it.

Content Creator, Blogger oder Influencer

Content Creator, Blogger oder Influencer

Content Creator

… oder Storyteller. Ich produziere einfach. Mehr mache ich nicht. Manchmal überlege ich mir ganz genau was ich unter meine Bilder schreibe. Manchmal poste ich Bilder einfach nur des Bildes wegen. Manchmal fühle ich mich wie die größte Abenteurerin und manchmal ertrage ich diesen Instagram Narzissmus nicht. Ich bin nicht die beste Fotografin auf Erden, habe nicht die beste oder ansprechendste Bildbearbeitung und habe keinen speziellen Inhalt. Ich teile mein Leben das manchmal super aufregend und manchmal stinklangweilig ist. Mein IG Account wächst… manchmal schneller manchmal langsamer. Manchmal hasse ich die digitale Welt und manchmal liebe ich sie. Sie ist nicht mein Leben aber sie gehört mittlerweile dazu. Manchmal plane ich Bilder und Captions, versuche zu den bestmöglichen Zeiten zu posten und manchmal poste ich frei von der Leber ohne Plan.

Aber ich bin immer ich selbst. Ich bin ehrlich. Schütte manchmal mein Herz aus. Teile mit euch meine Gedanken. Ich will nicht wie alle anderen sein und manchmal bin ich es trotzdem.

Wenn mich jemand fragen würde wieso er auf den Follow Button drücken oder meine Blogposts lesen sollte, könnte ich es nicht beantworten.

Ich kann mich nicht gut verkaufen. Es gibt auch nichts zu verkaufen.

Boomerang-Effekt

Was ich gebe, bekomme ich zurück. Was ich bekomme, gebe ich zurück.  In letzter Zeit bekomme ich wahnsinnig viele Direct Messages, ihr verlinkt mich in euren Bildern oder Stories und schreibt so unglaublich liebe und ehrliche Kommentare. Auch wenn ich manchmal echt überfordert bin mit dieser 24/7 Interaktion in der digitalen Welt, macht es mich auch sehr glücklich. Es ist natürlich nicht möglich meine Emotionen in einem Kommentar wahrheitsgemäß und echt zu transportieren, aber meine Endorphine drehen durch wenn ich lese, dass jemand Wandern war weil meine Bilder ein Bedürfnis danach ausgelöst haben. Mein Herz wird ganz warm wenn ich Komplimente zu meinen Bildern bekomme und ich fühle mich wie der beliebteste Klassenclown wenn ich lachende Emojis oder „made my day“ Kommentare als Antwort auf meine Story oder Caption zugeschickt bekomme. Ich fühle mich geehrt wenn Menschen mir erzählen sie haben sich „What the Health“ aufgrund meiner Empfehlung angesehen.

Es ist schön so ein Feedback zu bekommen. Noch dazu weil ich in Wahrheit nicht so recht weiß was ich da eigentlich tue *haha*. Manchmal überlege ich ob ich eventuell noch ein bisschen mehr Zeit in meinen Content investieren sollte. Vielleicht an meinen Fotografie-Skills arbeiten sollte. Mir ein Thema suchen sollte, das meinen IG Account und Blog ausmacht. Ich investiere ja jetzt schon so viel Zeit und betreibe das ganze immer noch nicht professionell. Aber andererseits habe ich es schon probiert und kläglich versagt… vielleicht sehe ich das alles zu streng oder aber zu locker.

Ich bin dafür nicht gemacht…

… und dann doch irgendwie. Es macht mir wahnsinnigen Spaß Content zu produzieren – sonst würde ich es nicht machen 😉 Aber ich bin nicht dafür gemacht Profit daraus zu schlagen. Natürlich, es ist klar, irgendwann muss ich mich wohl dafür oder dagegen entscheiden. Es wäre ja gelogen wenn ich sage „Ach IG geht so nebenher…“ ich investiere super viel Zeit. In Wahrheit ist es genau so viel, dass es nicht mehr als Hobby durchgeht aber immer noch zu wenig als dass es als professionell bezeichnet werden könnte. Früher oder später muss ich wirklich eine Entscheidung treffen … aber bis es soweit ist, wird es wie bisher weitergehen. Halb professionell und chaotisch.


Ich bemerke gerade wie viel ich schon wieder geschrieben habe ohne wirklich etwas zu sagen und werde dem nun ein Ende bereiten 😉 Ich bin dann mal Content produzieren.. Falls ihr Wünsche für Blogposts habt, könnt ihr mir die natürlich gerne in den Kommentaren mitteilen. Ich finde es immer super spannend wenn ich erfahre was ihr eigentlich gerne von mir lesen wollen würdet…

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